Archiv der Kategorie: Konstanze Reupsch: Seitensprünge

seitensprünge

Jahresbilanz: keine Ungereimtheiten

… und wieder ist es ihnen gelungen, geschickt und mutig sind sie gesprungen, aus Köpfen in die Tastaturen, auf Server und in Agenturen, in Blogs oder zu den Lektoren*, auf volle Tische, in offene Ohren von Verlegern* und Juroren*, in manche kassennahe Regale oder auf hippe Webportale, unbeirrt auf Lesebühnen => => die Ideen der alphabettínen

(*: na, ihr wisst schon, die ‚innen‘ sind immer und an erster Stelle mitgedacht, reimen sich aber nicht so gut – also doch Ungereimtheiten …)

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Seitensprünge

Wie sehen eigentlich mit den Seitensprüngen der digitalen Schreiber*innen aus?

Die digitalen Schreiber*innen suchen für ihre Seitensprünge nach B***en. Huschen da hinein („Hoffentlich sieht mich niemand!“), nehmen die Objekte ihrer Begierde und legen sie vor sich hin.

Drücken sie, streicheln sie, bohren ihre Finger hinein, schnuppern an ihnen, lassen sie durch ihre Hände gleiten und wägen sie ab. Dann mustern sie die Objekte ihrer Begierde ein letztes Mal, nehmen sie vielleicht in den Arm und lassen sie zurück, wenn sie mit verklärtem Blick aus den B***en heraushuschen.

Kopfschüttelnd schauen ihnen die Angestellten der B***  hinterher und stellen die Objekte der Begierde in die Regale zurück.

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Seitensprünge am Strand

Die schweißtreibende Wetterlage führt mich zum See um die Ecke: klares Wasser, bewaldete Ufer, kleiner Sandstrand.
Ich halte zwei Decken unter dem Arm. Eine platziere ich links am Strand, auf dem letzten freien Sonnenplatz, lege ein altes T-Shirt, das mir nicht mehr passt, und zwei wenig interessante Bücher darauf ab. Mit der anderen Decke laufe ich zur rechten Seite des Strandes auf den letzten freien Schattenplatz zu. Er liegt unter einer stattlichen Eiche. Nun schnell die alte Hose und das nicht mehr ganz frische T-Shirt fallen lassen und rein. Zweimal bis zur Mitte des Sees geschwommen, dann raus aus dem Wasser und Richtung Sonnenplatz (linke Seite) zum Trocknen. Die Decke ist bereits leer geräumt, ich habe ausreichend Platz. Seitensprünge am Strand weiterlesen

Klare Nächte

Klare Nächte ohne Sterne,  dabei würde ich so …
… kann ich auf und nieder springen, hin und her,
Millionen SCHAFE zählen, das eine mit dem „L“ vorm „A“
ist nicht dabei.

Klare Nächte ohne Sterne,  dabei sähe ich so gerne
Deneb, Wega, Atair

klare Nächte

Klare Nächte ohne Sterne, dabei würde ich so …
… jetzt packe ich meinen Koffer und dann zurück
zur dunklen Seite der Nacht.

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Seitensprünge

eier nach lesen

Heute Morgen beim Abholen des Frühstückseis von meinem Huhn sprach ich ein ernsthaftes Wort mit dem Tier:
Industrie 4.0 ist angesagt, mein liebes Huhn, und der allseits vernetzte Haushalt. Also mach dir Gedanken, was du zur Digitalisierung beitragen kannst. Sonst ersetze ich dich durch einen Eierroboter, und du, mein liebes Huhn kommst in den letzten analogen Kochtopf, der in meiner Küche noch zu finden ist.
Aufgeregt begann das Huhn von einer Seite seines Stalls zur anderen Seite zu springen. Dann hielt es inne, sah mich an und begann: Seitensprünge weiterlesen

Seitensprünge

Und, schon wieder erholt? Tage- und nächtelange Sprünge von einem zum nächsten Kinosessel gut überstanden? Nein? Nein, ich war auch nicht zur Berlinale. Wegen der Karten. Oder Kassen. Zu warte-gemeinschafts-üppig war mein früheres Leben, was eine Schlangenallergie zur Folge hat.
Also bin ich lieber von Feuilletonseite zu Feuilletonseite gesprungen, um auch dabei zu sein. Und hab die Schnipsel der Filme im TV aufgelesen und natürlich im Netz, sorgsam darauf achtend, keine der starken Frauen zu verpassen. Denn es gab sie zuhauf, in den Filmen und mit den begehrten Bären in der Hand. Welch Poesie, welch strahlende Gesichter, welch Triumph!
Und gebloggt wurde … gebloggt … auch von starken Frauen … solltet Ihr nicht verpassen:  Berlinale-Blogbeitrag  Julia Thurnau

Apropos Film – auch alphabettínen arbeiteten schon mit Erfolg in diesem Bereich (bärenstark, wenn auch ohne Berlinale-Bären):

Lisa Dickreiter     und      Ricarda de Haas

Seitensprünge

Heute habe ich unser Bloghaus für die Weihnachtstage geschmückt:

dsc_2623Einen Adventsstern in den Papierkorb zu Anjas (und anderen) Notizen, einige Christbaumkugeln zu Marions Klein(ich)keiten auf dem Tisch. Die alte Kaffeetasse mit dem Seitensprung habe ich ausgetauscht durch eine Schneemanntasse (auch mit Sprung!).

Wie Ricardas Assoziationen weihnachtlich zu gestalten sind, wird sich noch ergeben.  Zu Claudia(B)s  Ausrufezeichen,  das sich in einem Stiefel  schlafen gelegt hat,  habe ich ein Tannenzweiglein gesteckt

und  an die Pinnwand  zu Carmens Postkarten  eine Winterkarte vom Brocken geheftet. p1000600

Für Claudia(S) liegt  eine starke Ersatzbrille bereit, falls ihre Brille beim Wechsel von der kalten Luft draußen in unser warmes Häuschen beschlägt. dsc_2625

 

 

 

 

Ich habe nämlich den alten Ofen kräftig geheizt und auch noch Holz danebengelegt,  damit es sich alle, die uns an den Feiertagen besuchen, gemütlich warm machen können.

Draußen hat es angefangen zu schneien, und meine Mütze liegt zu Hause im Kleiderschrank; ich muss mir Majas  Hut für heute ausborgen, bringe ihn morgen zurück, versprochen! p1000289

Bevor ich das Bloghaus verlasse,  stelle ich eine große Kerze ins Fenster, damit alle, die sich einsam fühlen, uns finden, die Tür ist nie verschlossen.  Hier könnt Ihr Euch in den alten Schaukelstuhl setzen und gute Bücher aus dem Regal http://www.alphabettinen.de ziehen :  Romane, Gedichtbände, Kurzgeschichten, Kinderbücher, Gartenbücher  …

Ich freu mich darauf, Euch an den Feiertagen in unserem Bloghaus zu begegnen.

Allen Bloggerinnen, allen alphabettínen, all unseren Leserinnen und Lesern wünsche ich ein fröhliches, auch besinnliches, vor allem aber friedliches Weihnachtsfest.

Seitensprünge

Als es noch keine Headsets gab, noch nicht mal Walkmans, CDs, MCs, … hörten wir an langen Winterabenden von Vinyl. Auch unsere Kinder. Saßen still im Sessel und lauschten. Rotkäppchen zum Beispiel.  „Großmutter, warum hast du so große Ohren? Ohren? Ohren? Ohren? Ohren? …“ Wir sprangen auf, hoben vorsichtig die Nadel über den Sprung, setzten uns wieder, um wenige Minuten später erneut aufzuspringen, Seitenwechsel, Platte umgedreht, Nadel aufgelegt, für die Kleinen, deren Feinmotorik noch nicht ausreichte. Neue Seite, ohne Sprung, kleine Pause vorm nächsten Aufspringen, Plattenwechsel …  Wir brauchten noch kein Fitnessstudio.

torstrasse1Heute haben die Platten nur noch eine Seite, ohne Sprung, und werden bestenfalls automatisch gewechselt, wir können stundenlang sitzen und hören. wintergaesteDafür aber ins Fitnessstudio gehen und laufen und strampeln mit Stöpseln im Ohr, zum Genießen guter Literatur. Zum Beispiel die Hörbücher von Sybil Volks.

 

 

 

Und unsere Enkel hören statt vom Furcht erregenden Großmutterwolf geisteromamit Seitensprung etwas über die Geisteroma aus dem Hörbuch von Lisa-Marie Dickreiter.

wilde

 

 

 

Und wenn wir noch genauer hinhören möchten (Großmutter, warum hast du so große Ohren?), dann nicht aus der Konserve sondern direkt von der Autorin. Dazu gab es in dieser Woche zwei herausragende Möglichkeiten:

  • die Lesung von Grit Poppe am vergangenen Donnerstag aus ihren Jugendromanen „Weggesperrt“ und „Abgehauen“, ein bewegender Abend im Museum in Lichtenberg

weggesperrt

abgehauen

 

 

  • die Lesung von Kathrin Schmidt am vergangenem Dienstag aus ihrem neu erschienenen Romankapok „Kapoks Schwestern“, ein wundervoller Abend im Literaturforum des Brechthauses

 

Seitensprünge

1.September. Sie springen wieder. Die Sommerpause ist vorbei. 57 Außenminister mitten in Potsdam – Konferenz und Sightseeing. Und Scharfschützen auf Dächern. Weltfriedenstag. Sie sind nicht alle gekommen? Die Polizisten sind alle da, mehr als tausend an der Zahl. Schwerbewaffnet. Weltfriedenstag. Hubschrauber. Straßensperrungen. Alles ZU da draußen. Ich komme nicht weit.

Wie gut, dass es unser Bloghaus gibt, hierhin ziehe ich mich zurück. Sicher, ganz ohne Polizei. Hier kann ich springen von Seite zu Seite.

1.September, Weltfriedenstag. Sommerpause vorbei. Sommerpause? Wir haben unsere Bücher versandt http://www.autorenhelfen.org

Wir haben unsere Bücher geschrieben und veröffentlicht http://www.alphabettinen.de

umstaendekapok

 

 

Seitensprünge

Heute ein Seitensprung, wie er im Buche steht, gedruckt, auf Papier, dort in Version 1.

Aber hier im Netz, im Blog, bereits ein Update, Update 003 des Gedichtes. Weitere Updates  sind willkommen, denn vollkommen ist er längst noch nicht, der Seitensprung, nicht mal vollzogen. Also, liebe Fangemeinde: updatet!  Ab Version 0xy gebe ich gern die Autorinnenschaft ab, im Netz, an xy.

Tausend und eine Null

An einem schönen Sommertag,
wie ihn so kein Computer mag,
wird es im Mikrochip zu heiß;
die Null erfrischt sich mit viel Eis,

sie leckt und schleckt sich kugelrund.
Der Eins ist das zu ungesund:
»Ich schmelze, werde immer weicher«
knurrt sie aus dem heißen Speicher.

Von diesem Schauspiel unberührt
hat Herr Groß Frau Klein verführt
mit einer E-Mail gegen zehn:
»Woll’n wir heut Abend online geh’n?«

»Oh ja, im Chatroom Wolke Sieben,
da kann man sich so zärtlich lieben!«
Alsbald erlaubt sie ihrem Mann,
dass er zum Skatspiel gehen kann.

Gewitterschwüle zieht herauf,
die Nullen hält nun nichts mehr auf,
und schmerzt der Bauch auch noch so sehr,
muss noch ein Eis und noch eins her.

Die Einsen hören lautes Schmatzen:
»Oh weh, die Nullen werden platzen!«
Es qualmt der Laptop von Herrn Groß,
er fühlt sich klein computerlos.

Zur Liebsten kann er nicht gelangen:
Jede Null kaputt gegangen!
Kein Mann, kein Chat, kein Flirt online,
einsam bleibt heut Nacht Frau Klein.

Ach so, wo eigentlich gibt es die Originalversion? In einem Büchlein:  „Tage wie Weiber warm“,  unter http://www.alphabettinen.de/lyrik.html   – nach etwas stöbern zu finden.