Archiv für den Monat Januar 2017

Postkarte aus JOACHIMSTHAL

Ich schreibe aus dem Lyrikhaus. Es steht in der Schorfheide. Ihr werdet es finden, ganz gewiss. Ich habe es an einem Wintertag im Januar gefunden, habe mich hier mit einem Lyriker aus Lübeck getroffen. Der Hausherr hatte für uns die Büchertische beiseite geräumt, seine Frau hatte Kuchen gebacken, Kaffee gekocht und er hatte den Ofen geheizt, einen Lehmoffen. Wir durften auf der Ofenbank sitzen und uns den Hintern wärmen, während wir den Gästen unsere Gedichte vorlasen. Idylle? Ja. Idylle mit Tränen, die einer Frau über die Wangen rannen beim Gedicht über die Zeit von Neunzehnhundertdreiunddreißig bis Neunzehnhundertfünfundvierzig.

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Anja Koemstedt. Notizen aus dem Papierkorb

eigentlich glaube ich nicht an übersinnliches
höchstens vielleicht, ganz vielleicht an die kraft von mantras
beim joggen klappt das ganz gut

ich laufe weiter ich laufe weiter ich laufe weiter ich laufe weiter ich laufe weiter

und stehe – sieh an sieh an – plötzlich vor meiner haustür
oder nachts im bett, ruhelos und voller wilder gedanken

ich schlafe ein ich schlafe ein ich schlafe ein ich schlafe ein ich schlafe ein

und wache – schau her schau her – plötzlich am nächsten morgen auf

na also!
dann geht auch dieses eine hier noch

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ui!

Sie sahen: Der unaufhaltsame Aufstieg des

Empfohlene Blogs: Sätze & Schätze

Die Online-Kultur-Redaktion der Welt liebt derzeit offenbar Bücherlisten. Solche nach dem Motto „25 Bücher, die Sie gelesen ….blablabla“. Und das alles in einem locker-seichtem Unterhaltungston. Meist überfliege ich diese Art von Artikeln, doch einer der letzten dieser Art stieß in den sozialen Netzwerken auf viel Protest. Zurecht. Denn unter den „11 Büchern, die du bis […]

über Romane von Frauen – 11 Bücher, die frau gelesen haben sollte, bevor … — Sätze & Schätze

Marion Boginski „Klein(ich)keiten“

 

 

 

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Sie/er/ich wünschen dem neuen Jahr

Dass es weniger Leid sehen muss auf der Erde.

Es friedlicher wird auf der Welt.

Nein, nicht nur friedlicher, auch friedvoll und friedliebend.

Doch was bedeutet das Wort Frieden?

Althochdeutsch fridu „Schonung“.

Wenn der Mensch den Menschen schont, ist das Frieden?

Ein Zustand der Eintracht und Ruhe und Abwesenheit von Störung, ist das Frieden?

Die ursprüngliche Bedeutung ein Beieinandersein, sich nahe sein, wird angenommen.

Angenommen, die Menschen besinnen sich, dass ein Nahe-sein besser ist, als ein Sich- entfernt sein.

Angenommen, die Menschen beginnen sich zu fragen, weshalb Mensch sich von Mensch entfernt hat.

Kriegsführend entfernt hat.

Angenommen, die Menschen beginnen sich zu fragen, weshalb Mensch den Mensch nicht zufrieden lässt.

Liegt es am Zufriedensein des Einzelnen, dass Mensch gegen Mensch Krieg führt?

Liegt es an Neid, Hochmut, Habgier, Zorn, Stolz oder einer Überzahl anderer menschlicher Schwächen?

Sie/er/ich wünschen den Menschen, dass sie anfangen nachzudenken, was Friede mit Zufriedenheit verbindet.

Ob vielleicht die Zufriedenheit eine Sache des Innen ist und nicht des Außen.

Sie/er/ich selbst zuständig sind für diese Zufriedenheit. Die sie/er/ich dann nach außen tragen des Friedens willens. Und uns selbst befrieden, um die Welt in einen Frieden zu bringen.

Die Menschen hätten es nötig und die Erde auch, bevor zerfällt, was zum Bewahren uns übergeben wurde.

Sie/er/ich wünschen es. Von ganzem Herzen. Mit viel Hoffnung für das neue Jahr!